
Asphalt - welche Wohltat, Schlaglöcher hin oder her!
Kalkig weisse Wüstenei...

Termitenhügel wie Gips-Mullbinden-Gespinste eines young british artist in der Landschaft...

Im Nowhere eine Baustelle: Das Heks (Hilfs.Evang.Kirch.Schweiz) finanziert einen neuen Zugang zu einer alten Wasserstelle.

Ca. 50 Meter unter der Oberfläche gibt es Wasser, 27 Menschen tief, erklärt uns der Bauleiter. Mit anderen Worten steigen 27 Männer und Frauen barfuss in das Wasserloch, und reichen sich, übereinder stehend in die Wand gekrallt, das Wasser hoch. Des Autors Horrorvostellung: der unterste oder zweitunterste zu sein, wenig Luft, keine Sicht auf das kleine runde Himmelsblau da oben...

Nun schlagen die Arbeiter von Hand einen breiten Zugangsweg zum Eingang des Wasserlochs, damit auch die Tiere im Schatten da unten 5-6 Meter tief trinken können.


An was erinnert mich denn nur das gestreifte T-Shirt des Herrn im Vordergrund? Auch die Kappe passt.


Die Euphorbien blühen...

Plötzlich will unser Kampfhund nicht mehr, es zischt und faucht, es heult und kocht, tja das göttliche Nass:. Wir füllen das bisschen Trinkwasser nach, das wir im Auto haben. Die anderen beiden Fahrzeuge weit voraus, wir ohne Wasser...
Der Autor dreht die Heizung auf, um die Motorwärme besser abzuführen. Dadurch wird alles schnell noch schlimmer: 1 km weiter streikt der Motor. Gottseidank erreichen wir die anderen per Funk. Peter und Hans drehen um.

Wir finden ein Loch im Heizungschlauch, reparieren und füllen an die 12 (in Worten zwölf) Liter Wasser nach.

Der Pfarrer lacht, dem lieben Gott sei Dank, die Kopfdichtung ist noch nicht perdu, weiter geht's, immer geradeaus. 420 km, ein Bettchen winkt.

Viel Steine gibt's und wenig Brot. Ein bisschen Holzverkauf. Darf's auch ein wenig mehr sein? Die kahlen Hügel grüssen...

La natura fa, man muss sie nur machen lassen.


Und dann macht sie tatsächlich, die Natura: plötzlich satter Urwald, Bananenhaine, propere Dörfer, der grüne Ueberfluss: Wir rasen weiter.
Beim Eindunkeln gerädert unsere Einfahrt in Dila, kein Hotel reserviert. Das erste Hotel lausig und voll, das zweite wenigstens nicht voll...
Gemach, gemach, lieber Autor, es ist an der Zeit, Vorstellungen zu revidieren, wir sind hier nicht in Westeuropa. Ein Rinnsal aus dem Wasserhahn ist immerhin fliessend Wasser, kalt oder warm.
Und ein Bett ist ein Bett ist ein Bett.
An den Nutten vorbei ins Restaurant. Sie wollen essen? Nein, Essen iss nich mehr...
Unsere Wirtin erbarmt sich: für jeden gibt's ein Tellerchen gebratenen Kohl und ein Stück Brot. Wie war das mit dem gestreiften Leibchen weiter oben?

Wer hat was von warm duschen gesagt? Na dann gut Nacht.