
"Still-Leben" unterm Lautsprecher der Moschee. Die letzte Nacht"ruhe" in Kenya
Vom Pfadfinderlager-Regen geraten wir in die höllische Traufe endlosen nächtlichen Imam-Gesanges: Ursula, Sebastian und Georg Brunold übernachten statt beim Schweizer Bauern im YeYe-Center, dem ersten Hotel am Platze in Marsabit. Die Toi-o-lettenanlage geradezu überirdisch, der Loitsprecher der Möschee direkt neben unserem Zimmerfenster. Die letzte Nacht des Ramadan wird ausgiebig vom übertalentierten Imam gefeiert und besüngen, der Koran wünderschön agressiv gelesen und wir drücken kein Oige zü!
So beginnt der Tag unseres Höllenritts nach Moyale.

Die Strasse von Nairobi nach Moyale, wichtigste Verbindung von Kenya nach Aethiopien, als Asphalt Express-Highway projektiert und schon dreimal von der Weltbank bezahlt: So wie es aussieht, ist das gesamte Geld nicht auf der Strasse gelandet, das wäre ja hinausgeschmissen, sondern in den löchrigen tiefen Taschen der kenyanischen Korruption verschwunden.


Katharina und Ursula auf der vergeblichen Suche nach einer besseren Welt. Keep on trucking...

...auch der Autor weiss nicht so recht...

...der liebe Gott scheint in dieser Gegend dem Teufel das Feld überlassen zu haben, schwarzes Lavagestein überall...

...endlose Züge tausender magerer Rinder und Kamele auf dem Weg nach Süden durch wasserlose Wüstenei, Lavagestein und black cotton soil...




...Termiten-Land und Schotterpiste pur, mit teuflisch gefährlichen ausgefahrenen Rinnen und Wülsten, ein Fehler und du landest neben der Strasse, kabolz, kabolz, zlobak.
Irgendwann Moyale, Staatsgrenze Kenya-Ethiopia.


Der Haupteingang Zollstation ohne uns...

...und mit uns. Endlose Warterei, geniale Schreibübungen der Grenzbeamten.

Was für ein schönes Wort: Wartehalle.

Wo ist die Motornummer, foregni? Diese hier ist falsch! Ein fieser Gruss der kenyanischen Beamtenkollegen an ihre Freunde in Aethiopien...
Irgendwann sind wir mit einem vollem Magen zähen Ziegenfleisches im Bett.