Dessie- Weldiya-Lalibela 5. Okt. 2008

Frühstück

Was bringt der Tag nach der durchwachten Disco-Imam-Nacht?

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Weiss der Kuckuck, der über uns im Frühstücksraume wacht...

Wir sind die letzten die aufbrechen, werden aber vom Hotelpersonal nicht aus dem geschlossenen Hof gelassen. Grund: Die Gruppe hatte, in Panik, keine Zimmer zu finden, am Vorabend "alle" verfügbaren Zimmer reserviert!So zahlt der Autor ein von uns allen nicht benutztes Zimmer, damit wir freigelassen werden.

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Die Provinzstadt Dessie ist in vollem Gange...

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Raus aus der Stadt in friedliche Szenen der Landschaft:

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Italienisch? Russisch? Bei all den Kriegen bis in die jüngste Zeit verliert man leicht den Ueberblick- Musso Lini? Rasta Fari alias Haile Lassi? Meni Gisto? Mango Lassi?

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Jetzt kann man sich an dem Gerät doch wenigstens den Hintern wärmen, bis die Chinesen den Stahl als Ballast in ihren leeren Schiffen nach Hause dümpeln um Motorräder für die aethiopische Polizei draus zu basteln...

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Wie gesagt, die Chinesen sind auch schon wieder da!Teerfässer

Kies und Teer, wo komm'n die her?

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Kurz vor Mittag eine Reifenpanne, bei Weldiya, auf halbem Wege, noch etwa 200 km to go auf kleineren Nebenstrassen im Hochland, Chinesenbaustellen galore.

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Was macht der Bub im Feld auf seinem kleinen Podest?

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Er schreit die Vögel weg, als lebende Vogelscheuche, den lieben langen Tag!

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Endlich sind wir in Lalibela, ermüdende Fahrt, der Autor eine mehr tote als lebendige Fahrmaschine, den lieben langen Tag: ratta ratta, kuppel kuppel, ratta ratta quietsch. Vollbremsung: Diese blöde Kuh, der Esel...

Schönes grosszügiges Hotel, halbfertig, aber die Zimmer un-ethi-opisch bequem: Eine 78-jährige Holländerin ist Mitbesitzerin, was für ein Unternehmergeist. The global financial meltdown glüht als Feuersbrunst in der Ferne, wir haben morgen viele Kirchen im Fels vor uns. Gott sei uns gnädig und beten hilft nun auch nicht mehr.

By the way, in Lalibela gibt es keine Bank und keine Skarpasse.